Aktuelles aus dem Verein und von der Burg

25
Nov

Neue Sonderausstellung auf der Burg eröffnet!

Das Thema Essen und Trinken lockt viele Besucher an –
Neue Sonderausstellung auf der Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum eröffnet.

Das Thema Essen und Trinken betrifft jeden. Das wurde bei der Eröffnung der Ausstellung „Bei Tisch – Essen und Trinken in der Frühen Neuzeit“ deutlich, die am Sonntag in den Museen Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum eröffnet wurde. Genau 111 Besucher füllten den Ausstellungsraum auf der Burg, um den Musikbeiträgen und Reden zu lauschen. Den musikalischen Startschuss machte das Ensemble für Alte Musik der Musikschule der Stadt Lüdenscheid. Passend zum Thema spielten die Musiker „Tafelmusik“ von Georg Philipp Telemann. Landrat Thomas Gemke freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass ein Großteil der Objekte aus den Beständen der Kreismuseen stammt. „Die meisten von ihnen lagern normalerweise im Depot und bleiben für die Öffentlichkeit im Verborgenen. Nun erhalten sie die Gelegenheit, aus ihrem Schattendasein herauszutreten.“ Zahlreiche Objekte externer Leihgeber ergänzen und bereichern die Ausstellung. Neben Privatleuten kommen die Leihgaben vom Deutschen Klingenmuseum Solingen, dem LVR-Freilichtmuseum Kommern, dem Museum für Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, dem Sänger- und Kaufmannsmuseum des Landkreises Elbe-Elster in Finsterwalde und der Landeskundlichen Bibliothek des Märkischen Kreises in Altena. Frau Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen, führte sehr kundig in die Thematik der Ausstellung ein. Dabei wies Sie darauf hin, dass für viele Dinge aus dem Bereich Essen und Trinken, die uns heute als sehr selbstverständlich erscheinen, die Grundlagen erst in der Frühen Neuzeit gelegt wurden. So bildete sich das dreiteilige Essbesteck, bestehend aus Löffel, Messer und Gabel im gleichen Design, erst im 17. Jahrhundert heraus. Allerdings fand sogar der hohe Adel nicht sofort Gefallen an dieser Form des Bestecks. So zitierte Frau Dr. Zelck Lieselotte von der Pfalz: „Ich habe mich Zeit meines Lebens beim Essen nur meines Messers und meiner fünf Finger bedient.“ Neben exklusiven Bestecken ist ein besonderer Hingucker auf der Burg Altena eine adelige Desserttafel aus dem 18. Jahrhundert.

Der zweite Teil der Eröffnung fand im Deutschen Drahtmuseum statt. Hier sind damals neue Lebensmittel zu sehen, darunter Tee, Kaffee und Schokolade. Ferner wird das Kochen veranschaulicht und Einsicht in historische Kochbücher geboten. Die Themen Henkersmahl und Hunger werden ebenfalls aufgegriffen. Für die Besucher der Eröffnung gab es im Drahtmuseum frisch gezapftes Bier und Pumpernickel mit Schinken und Käse. Passend zu den westfälischen Spezialitäten spielte das Bläserquintett „Die köstlichen Fünf“ zünftige Unterhaltungsmusik.

eroeffnung2-061116

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